EXPO REAL 2026: Digitale Bestandsdaten werden für Immobilien und Infrastruktur immer wichtiger

Expo Real 2026 Drohnen

EXPO REAL 2026: Highlights und Takeaways für Drohneneinsätze: Die EXPO REAL 2026 in München stand im Zeichen eines Immobilienmarktes zwischen vorsichtiger Erholung und anhaltendem Veränderungsdruck. Mehr als 42.000 Teilnehmer und 1.777 Aussteller aus 37 Ländern diskutierten vom 5. bis 7. Oktober über Investitionen, Wohnungsbau, Infrastruktur und die digitale Transformation der Branche. Besonders deutlich wurde: Die Anforderungen an Planung, Bewirtschaftung und Instandhaltung von Immobilien und Infrastruktur werden komplexer – und damit wächst auch die Bedeutung verlässlicher digitaler Daten.

Immobilienmarkt zwischen Investitionsdruck und Transformation

Der offizielle Schlussbericht der Messe München beschreibt einen Markt, in dem Investoren zwar wieder verstärkt Projekte prüfen, hohe Baukosten, schwierige Finanzierungsbedingungen und regulatorische Anforderungen deren Umsetzung jedoch weiterhin erschweren.

Neben wirtschaftlichen Fragen rückten deshalb auch technologische Lösungen in den Mittelpunkt. Im Ausstellungsbereich „Transform & Beyond“ präsentierten Unternehmen und Start-ups Anwendungen für Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Dekarbonisierung und Energieversorgung.

Nach Einschätzung der Messe geht es der Branche zunehmend um konkrete Lösungen, die sich in der Planung, im Bau und im Betrieb von Immobilien einsetzen lassen. Digitalisierung wird damit weniger als Zukunftsvision, sondern zunehmend als praktische Aufgabe verstanden.

InfrastructureNow: Immobilien und Infrastruktur wachsen zusammen

Eine wichtige Neuerung der EXPO REAL 2026 war die Premiere von „InfrastructureNow“. Erstmals erhielt investierbare Infrastruktur einen eigenen Schwerpunkt auf der Messe.

Im Fokus standen Energieinfrastruktur, digitale Infrastruktur, soziale Infrastruktur und der Bereich Defense. Dazu gehören unter anderem Stromnetze, Wind- und Solarparks, Energiespeicher, Rechenzentren und öffentliche Einrichtungen.

Die Messe greift damit eine Entwicklung auf, bei der Gebäude nicht mehr isoliert betrachtet werden, sondern zunehmend im Zusammenhang mit ihrer technischen, energetischen und räumlichen Umgebung.

Für Planung, Betrieb und Modernisierung dieser Anlagen sind präzise Informationen über den tatsächlichen Bestand von besonderer Bedeutung.

Digitale Bestandsdaten als Grundlage für Planung und Betrieb

Während auf der EXPO REAL insbesondere die Nutzung digitaler Technologien und Daten im Vordergrund stand, beginnt deren praktische Anwendung häufig bereits bei der Bestandserfassung.

Denn viele bestehende Gebäude und Infrastrukturanlagen verfügen noch nicht über vollständige oder aktuelle digitale Dokumentationen. Planunterlagen entsprechen nicht immer dem tatsächlichen baulichen Zustand, und Informationen zu schwer zugänglichen Bereichen sind häufig nur eingeschränkt verfügbar.

Moderne Erfassungsverfahren wie Photogrammetrie, 3D-Laserscanning und mobile Dokumentationssysteme können diese Informationslücken schließen.

Aus den gewonnenen Daten entstehen beispielsweise georeferenzierte Orthofotos, Punktwolken, digitale Gelände- und Gebäudemodelle oder strukturierte Zustandsdokumentationen. Durch die Weiterverarbeitung in CAD- und GIS-Systemen lassen sich diese Informationen unmittelbar für Planung, Flächenmanagement, Instandhaltung und technische Bewertungen nutzen.

Auch bei wiederkehrenden Inspektionen gewinnen digitale Bestandsdaten an Bedeutung. Veränderungen an Fassaden, Dächern oder technischen Anlagen können dokumentiert und über längere Zeiträume nachvollzogen werden.

Von der Datenerfassung zur digitalen Bewirtschaftung

Die auf der EXPO REAL diskutierten Themen zeigen auch, dass digitale Lösungen nicht allein von leistungsfähiger Software abhängen. Entscheidend ist ebenso die Qualität der zugrunde liegenden Informationen.

Diese Entwicklung beobachten wir auch bei CopterCloud: Bei Vermessungs- und Inspektionsprojekten geht es zunehmend nicht nur um die Erfassung einzelner Gebäude oder Anlagen, sondern um die Bereitstellung von Daten, die in nachgelagerten Planungs- und Bewirtschaftungsprozessen weiterverwendet werden können.

Die Verbindung von Drohnenvermessung, Laserscanning und der Weiterverarbeitung in CAD und GIS spielt dabei eine wichtige Rolle.

Die EXPO REAL 2026 macht deutlich, dass Digitalisierung, Infrastrukturentwicklung und Immobilienbewirtschaftung immer enger miteinander verbunden sind. Aktuelle, präzise und dauerhaft nutzbare Bestandsdaten bilden dafür eine wesentliche Grundlage.