AE – Aufstiegserlaubnis

AE – Aufstiegserlaubnis für den Start eines Multicopters, diesbezügliche Regelungen sind Ländersache und werden von den Landesluftfahrtbehörden festgelegt. Der gewerbliche Einsatz von Multicoptern (Unbemanntes Luftfahrtsystem) erfordert eine Aufstiegserlaubnis nach § 20 Absatz 1 Nummer 7 und Absatz 4 der Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO). Die Rahmenbedingungen für die Erteilung dieser Erlaubnis ist Ländersache. Es ist zu unterscheiden zwischen der Allgemeinerlaubnis und der Einzelerlaubnis. Die Art der erforderlichen Erlaubnis ist abhängig von Rahmenbedingungen, die bei der Durchführung des Fluges eingehalten werden. Hierzu gehört z.B. das Gewicht des Multicopters und die Flughöhe. Abweichungen von diesen Eckwerten werden im Rahmen von Einzelgenehmigungen geprüft und ggf. genehmigt. Die Aufstiegsgenehmigungen sind kostenpflichtig. Die Luftverkehrsordnung wird derzeit überarbeitet.

BIM: Building Information Modeling

BIM: Building Information Modeling ist eine Grundsystematik im Rahmen der Digitalisierungsstrategie in der Bauwirtschaft. Im Kern der Betrachtung steht die Abbildung eines Gebäudemodells in 5D – neben den bekannten 3 Raumdimensionen wird eine Zeit- und eine Kostenachse erfasst. Das Gebäude wird über den kompletten Lebenszyklus betrachtet: Planung – Bau – Betrieb. In jeder Phase ergeben sich sinnvolle Einsatzfelder für den Multicopter. Von der Bestanddatenerfassung und der Visualisierung in der Planungsphase, über die digitale Baustellenüberwachung im Bau bis hin zur Vermarktung von Bauvorhaben mit Luftbildern, Imagefilmen aus der Vogelperspektive und Visualisierungen. Inspektionsflüge und die Digitalisierung von Bestandsgebäuden sind Einsatzfelder im CAFM (Computer Aided Facility Management) in der Betriebsphase und der Bewirtschaftung und Wartung von Gebäuden und Industrieanlagen.

CTR – Kontrollierter Luftraum

Kontrollierter Luftraum (CTR): Der kontrollierte Luftraum beginnt 2.500 ft (760 m) über Grund. In einem Umkreis von 1,5km von Flughäfen und Hubschrauberlandeplätzen reicht der kontrollierte Luftraum bis an den Boden.  Im kontrollierten Luftraum dürfen keine Multicopter betrieben werden.
Die Rechtsgrundlage der Luftraumeinteilung bzw. Klassifizierung findet sich in Deutschland in § 10 der LuftVO sowie in der Anlage 4 zur LuftVO. § 10 LuftVO und ist mit „Luftraumordnung“ überschrieben. § 10 Abs. 2 LuftVO enthält die Begriffe „kontrollierter“ und „unkontrollierter“ Luftraum.
Der kontrollierte Luftraum umfasst mehrere Verfahrensräume, die in die Großbuchstaben A-E eingeteilt werden. Im Verfahrensraum G (Golf) des unkontrollierten Luftraums , dürfen Multicopter betrieben werden – vorbehaltlich aller übrigen Vorgaben in der Luftverkehrsordnung. Die Obergrenze von 2.500 ft. kann regional abgesenkt sein auf bis zu 1000ft .

Es empfiehlt sich unbedingt, vor dem Start die lokale Situation im Hinblick auf diese Abgrenzungen zu überprüfen. Hierfür kann sehr komfortabel eine App eingesetzt werden, z.B. MyFlyzone.

DOP: Digitales Orthophoto

DOP: Digitales Orthophoto (Senkrechtaufnahme). Der Zusatz DOP 10 oder DOP 20 bezeichnet den Maßstab. In einem Orthophoto DOP 20 entspricht die Größe eines Pixels im Bild der Länge von 20cmx20cm in der Realität.

Drohnen

Drohne: Militärisch geprägte Bezeichnung für ein unbemanntes Luftfahrtsystem.

Einverständniserklärung / Eigentümergenehmigung

Eigentümergenehmigung: Für die Beantragung einer Aufstiegserlaubnis aber auch für Flüge im Rahmen von Allgemeingenehmigungen, ist die schriftliche Einverständniserklärung des Grundstückseigentümers erforderlich, auf dessen Grundstück Start und Landung des Multicopters erfolgt.

Flugbuch / Logbuch

Flugbuch / Logbuch: Gewerbliche Flüge mit dem Multicopter müssen dokumentiert werden. Über die Einsätze ist ein Nachweis zu führen, der mindestens zwölf Monate aufzubewahren ist. Der Pilot muss das Flugbuch mit sich führen und auf Verlangen vorlegen. Folgende Eckdaten sind zu erfassen:

  • Datum und Uhrzeit
  • Name des Piloten
  • Bezeichnung des Gerätes
  • Einsatzort (genaue Angabe)
  • Dauer des Einsatzes
  • Anzahl der Starts und Landungen
  • Gesamtflugzeit des Einsatzes – Besonderheiten, Vorkommnisse, Betriebsstörungen

Flugmodell

Flugmodell oder unbemanntes Luftfahrtsystem? Diese Einordnung ergibt sich aus § 16 Abs. 1 Luftverkehrsordnung (LuftVO). „Flugmodell“ nach Nr. 1 a) oder „unbemanntes Luftfahrtsystem“ Nr. 7 (UAS).

FPV – First Person View

FPV: First Person View. Eine am Multicopter montierte Kamera ermöglicht einen Flugmodus in dem der Blickwinkel vom fliegenden Multicopter auf das Steuergerät übertragen wird – dies kann auch eine FPV Brille sein. Die Verwendung dieser Steuerung unterliegt rechtlichen Einschränkungen, vgl. LOS (Line of Sight).

Funksmog

Funksmog: Die Steuerung des Multicopters kann durch eine hohe Funklast auf den zugewiesenen Frequenzbändern stark erschwert oder sogar unmöglich werden. Auch eine hohe Anzahl von Eisenbauteilen in der Nähe des Flugbereiches kann zu starken Beeinträchtigung der Steuerung führen. Solche Rahmenbedingungen sind z.B. in Hafen- und Industriegebieten häufig zu finden. Hier ist eine besonders sorgfältige Flugvorbereitung und Überprüfung der Manövrierfähigkeit zwingend erforderlich.