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Genauigkeit der Drohnenvermessung

Wie genau ist eine Drohnenvermessung? Diese Frage lässt sich nicht mit einem einzigen Wert beantworten. Die erreichbare Genauigkeit hängt von Aufnahmeverfahren, Flughöhe, Sensor, Bodenauflösung, GNSS-Positionierung, Passpunkten und der anschließenden Datenverarbeitung ab.

Bei professionell geplanten Vermessungsflügen können – je nach Verfahren und Rahmenbedingungen – Genauigkeiten im Zentimeterbereich erreicht werden. Wobei die Lagegenauigkeit ( x- und y-Achse) auch darunter liegen kann – die Höhengenauigkeit (z-Achse) aber eher nicht.

Eine niedrige Flughöhe führt beispielsweise zu einer höheren Bodenauflösung, ist allein jedoch noch kein Garant für ein genaues Vermessungsergebnis. Ebenso wichtig sind ausreichende Bildüberdeckung, geeignete Aufnahmewinkel, eine stabile Georeferenzierung und eine sorgfältige Qualitätskontrolle.

Bei hohen Genauigkeitsanforderungen sollten Ergebnisse deshalb anhand unabhängig vermessener Kontrollpunkte überprüft werden.

Georeferenzierte Luftbilder aus Drohnenbefliegungen

Georeferenzierte Luftbilder aus Drohnenbefliegungen: Die Außenanlagen werden sehr kosten- und zeiteffizient aus der Luft mit der Drohne erfasst. Aus den georeferenzierten Einzelbildern und Passpunkten am Boden werden verzerrungsfreie Orthofotos berechnet. Diese True-Orthofotos bilden die Grundlage für die Digitalisierung der Raumelemente. Die Bildauflösung aus einer Drohnenbefliegung übersteigt die Auflösung aus amtlichen Befliegungen (z.B. DOP20 = 20cm/Pixel) um ein Vielfaches, so können auch kleinteilige Elemente erfasst werden.

Georeferenzierung

Unter Georeferenzierung versteht man die Zuordnung digitaler Daten zu ihrer tatsächlichen geografischen Position.

Bei einer Drohnenvermessung betrifft dies beispielsweise Luftbilder, Orthofotos, Punktwolken und 3D-Modelle. Durch die Georeferenzierung können diese Daten mit vorhandenen Karten, Vermessungsdaten, GIS-Daten oder CAD-Planungen kombiniert werden.

Grundlage sind Koordinaten in einem definierten Koordinatenreferenzsystem (KBS/CRS). Die Genauigkeit der Georeferenzierung hängt unter anderem von der Positionsbestimmung der Drohne sowie von RTK-, Pass- und Kontrollpunktmessungen ab.

Erst eine korrekte Georeferenzierung macht aus einem rein räumlichen 3D-Modell einen Datensatz, der an seiner tatsächlichen Position in der realen Welt liegt.